210213: 4M
Today! It’s gonna be amazing! 4M ist eine Sprotveranstaltung zwischen
vier Mädchenschulen aus der Gegend.
Als erstes gehen wir ganz normal zur Schule und haben die
ersten drei Stunden normalen Unterricht. Dann eine (warum auch immer) 45
minutenlange Pause und nochmal die Cheerleader Songs üben. Dann so gegen 12
setzten wir uns alle in die Busse und fahren Richtung Paarl, wo der Wahnsinn
stattfinden soll.
Nach einer Stunde Fahrt kommen wir an. Es warten schon zwei
der anderen Schulen auf uns: La Rochelle und die Girls‘ High. Bloemhof kommt zu
spät. Schon das lässt sie irgendwie eingebildet wirken. Wir gehen dann in
unseren lines ins Stadion rein. Es ist der Hammer! Vier Schulen a 700 Mädchen +
Eltern und Staff sitzen nebeneinander (Erst Bloemhof, dann Rhenish, La Rochelle
und Paarl Girls‘ High) in einem Stadion, fast größer als das von Potsdam. Wir
werden begrüßt, unsere Athleten kommen zusammen mit den Cheerleadern rein, die
die jeweilige Schulflagge halten und wir singen unsere Songs. Alle haben ganz
coole Songs, bis Bloemhof kommt. Sie singen zwar die Melodien von Chart-Hits,
aber dadurch, dass sie auf Afrikaans singen, kann man sie einfach nicht ernst
nehmen.
Später singen wir uns ca. sieben Stunden die Stimmbänder
raus. Wir haben zwei Pausen und
schicken die ganze Zeit Hand-Herzen an
La Rochelle und sie zu uns. Es ist eine Wahnsinnsstimmung. Rhenish ist zwar
immer letzter und am schlechtesten, aber der Spirit Preis geht an uns. Es ist
einfach toll zu sehen, was da so abgeht. Bloemhof, die sonst immer gewinnen
werden zweite. Und deswegen heulen ein paar von den Mädels. Weeeeird!
Wenigstens gewinnen wir ein paar Tage später das 4M fürs
Schwimmen ;)
So gegen neun am Abend kommt noch die Siegerehrung und dann
hauen wir so langsam rein.
230213: Weil fünfmal früh aufstehen in der Woche ja noch
nicht reicht, tu ich mir das ganze heute
am Samstag noch mal an und stehe um viertel vor sechs auf. Der Grund: Meeting
um sieben mit CHAOS (Eine Wander-Society)! Es stellt sich heraus, dass alle
Leute erst mal grundsätzlich 15 Minuten zu spät kommen. Als von den 20
angekündigten Leuten alle sechs da sind und wir nicht mehr warten wollen
setzten wir uns in den Bus und fahren los. Der Lehrer und seine Frau, Simone
(Grade 9), Ciara (die andere deutsche, grade 10), fünf Matrics und ich. Und ein
Vater.
Nachdem wir angekommen sind machen wir erst mal ein Foto und
schmieren uns ein bisschen Sonnencreme in die Fresse. Dann geht’s los.
Eineinhalb Stunden mehr Klettern als wandern. Aber ein unglaublich schöner Weg.
Es geht durch leere Flussbetten, Wege auf denen man sich die Beine
zerkratzt, Steile Wände hoch bis hin zu
einem Teil der Gegend, die aussieht wie der Regenwald. Ein kleiner Fluss, der
oben am Berg mit einem riesigen Wasserfall anfängt, geht fast runter bis ins
Tal. Als wir am „Pool“ angekommen sind, haben wir es geschafft. Bis dahin habe
ich dem Lehrer, Mr Potgieter schon meine ganze Lebensgeschichte erzählt. So
kennt man das ja. Haha.
Wir sind also am Ziel. Ein abartig schöner Wasserfall, ein
„Pool“ und ein paar andere Frühaufsteher. Wir ziehen uns alle schnell um und
springen aus knapp vier Meter Höhe ins Arschkalte Wasser. Ich gleich zweimal.
Nachdem wir etwas gegessen und uns getrocknet haben geht der ganze Weg wieder
runter. Das ist, wie beim Tafelberg, fast so anstrengend wie hoch. Nach nochmal
eineinhalb Stunden sind wir wieder am Bus und fahren zurück zu Rhenish.
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