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Mittwoch, 23. Januar 2013

Daily Routine


Am 17.01 war mein erster richtiger Schultag mit Unterricht uns so. Der Unterricht ist auf Englisch gut zu verstehen. Aber hier gibt es Fächer, die es in Deutschland nicht gibt. Zum Beispiel EMS, was irgendwie eine Mischung zwischen Economics, Technologie und Informatik ist. Und der Unterricht ist in der neunten sehr viel einfacher als in Deutschland. Zumindest bis jetzt ;)


190113: Wir fahren mit dem Fahrrad ungefähr eine Stunde bergauf (!) zu einer befreundeten Familie, die ein Weingut besitzen. Ich und Marie, ein weiteres deutsches Austauschmädchen gehen zu einem kleinen See. Der Besitzer, Erhard hat eine Art Slack-Line aufgebaut, wo man sich auf einen Stamm stellt und sich ins Wasser werfen kann. Totaaal Klasse. Wir filmen das natürlich auch. Das Wasser ist erfrischend, aber nicht so kalt wie das Meer. Das ganze machen wir ein paar Tage später, gestern, nochmal, nur das Erhard diesmal den Land Rover vor dem See parkt, man ein Seil nimmt und damit noch viel weiter springt!

200113: relativ früh aufstehen, Frühstück, Badesachen einpacken und los. Nach eineinhalb Stunden mit dem Fahrrad sind wir am Strand von Somerset West. Ein endlos langes weißsandiges Paradies mit türkisblauem Wasser und Bergen im Hintergrund. Wir sprinten erst mal ins Wasser. Es ist tatsächlich um einiges Wärmer als in Kapstadt. Wir stürzen uns wie die blöden in die Wellen. Der Hammer. Als wir uns abtrocknen merken wir, wie windig es ist. Man kriegt teilweise einen richtigen Sandsturm in die Fresse. Überall sind Kite-Surfer unterwegs, die teilweise richtig abheben. Es ist trotzdem toll.
Naja, der Alltag nimmt langsam Form an. Bis dahin, haut rein und macht kein Scheiß!

xoxo, paula





Mittwoch, 16. Januar 2013

Time passes by


120113: Wir stehen früh auf, denn heute geht es nach Cape Town. Nach der Fahrt zum Bahnhof kaufen wir zwei Tickets für uns und die Fahrräder. Als wir am Bahnsteig stehen, bemerken wir, dass wir die einzigen Weißen sind. Denn die meisten Schwarzen können sich kein Auto leisten. Und hier fahren alle weißen mit dem Auto. Dann kommt der Zug.
Eine Stunde später stehen wir in Kapstadt am Bahnhof. Wir fahren erst mal ein bisschen durch die Gegend um uns zu orientieren. Jetzt geht’s zum Strand! Der Weg dahin ist der Hammer! Der Ausblick auf das Meer macht Lust auf Baden und Entspannung und Schwimmen. Doch als wir angekommen sind und ins Wasser hüpfen wollen, lässt uns die Kälte des Wassers zurückfahren. Gerade einmal 16-17 Grad! Brr! Wir sind aber nicht aus Zucker und stürzen uns in die Wellen. Es ist schön aber nach vier bis fünf Wellen war’s das. Jetzt wird erst mal gesonnt. Dann nochmal ins Wasser und umziehen. Da ist auch schon der erste Sonnenbrand. Weiter geht die Fahrt. Nach einer Stunde (!) Bergauf (!!!!) ist der Ausblick Wahnsinn! Wir stehen auf einem Berg und schauen auf den weißen Strand und das türkis-blaue Meer und den Horizont hinaus. Der Hammer!
Dann geht das ganze runter. Der Fahrtwind ist Klasse, aber man muss wieder bremsen, denn es geht jetzt auch dem entsprechend steil runter. Unten angekommen geht’s gleich weiter zum Bahnhof, wo wir rausfinden müssen, dass der letzte Zug nach Stellenbosch vor einer halben Stunde abgefahren ist. Wir müssen einen anderen Zug nehmen, der zumindest in unsere Richtung fährt. In Kraaifontein, was ungefähr 15 Kilometer von Stellenbosch liegt, angekommen zeigt uns ein sehr freundlicher Polizist mit einer ein-mann Eskorte ein Stück den Weg. Wir fahren durch eine eher ärmliche Gegend und ich bin froh als wir auf einer Landstraße ohne Häuser fahren. Doch jetzt wird es langsam dunkel. Wir müssen uns beeilen. Wir fahren an Weingütern und Weinbergen vorbei und der Sonnenuntergang ist wunderschön. Die letzten 7 Kilometer fahren wir im Dunkeln…
160113: Gestern war der erste Schultermin. Heißt Schuluniform gekauft, Angemeldet, Führung durch das Gelände, zwei Schulhäuser mit zugeteilten Fachräumen, eine Vertrauenslehrerin, der Hausmeister, saubere (!) Klos, das Hostel, die Sportplätze,…
Heute war der erste richtige Schultag. Als erstes wurden alle Schüler in der Hall begrüßt und in Klassen zugewiesen. Dann haben ein paar Lehrer ansprachen gehalten und die Schulhymne wurde gesungen. Es wurde gebetet. Dann sind wir in unsere Klassen gegangen. Ich sitze neben einem Mädchen, das Bianca heißt und noch nie Schnee gesehen hat. Wir sind 27 Mädchen, und nur sechs von ihnen sind schwarz. Der Rest sind Asiaten und Deutsche. Die Lehrerin belehrt uns, checkt unsere Schuluniform, und teilt Bücher aus. Es ist eine sehr strenge Schule. Mit Schuluniform, jeden Morgen beten, Handy-, Schmuck-, und Schminkverbot. Um viertel nach zwei hört die Schule auf...
Bald gibts neues :)









Freitag, 11. Januar 2013

First Steps in New Land


Ihr lieben, 

Nach 18 Stunden Flug und Autofahrten sind wir gestern um 12.00 Ortszeit (hier ist es eine Stunde später wegen der Sommerzeit) in Kapstadt angekommen. Mich und Papas Fahrradkoffer  auf die Rückbank des Shuttles gequetscht gehen wir den letzten Teil der Reise an. Eine halbstündige Autofahrt nach Stellenbosch. Die Landschaft, die wir auf dem Weg sehen ist Atemberaubend. Berge, Weinberge, Palmen, Blumen in allen erdenklichen Farben und ein Film Studio. Auf der linken Seite Fabriken, Firmen, Industrie eben. Doch man sieht auch negative Seiten.  Auf der rechten Seite folgt ein Slum dem anderen. Endlos. Ein deprimierendes Bild. Ein schwarzer Mann läuft durch ein Stück Buschland und zieht eine Mülltonne hinter sich her. An der Straße laufen viele Leute rum. Die Grenzen zwischen Arm und Reich sind hier sehr nah beieinander.

Doch weiter zu unserer Reise. Nachdem wir im Appartement angekommen sind, erkunden wir den Ort, suchen meine Schule und so. Als wir die Rhenish Girls High School, meine Schule erreichen, verschlägt es mir fast die Sprache. Ein riesiges Gelände, mit diversen Sportplätzen für Tennis, Fußball, Hockey und Cricket, einem Hostel, mindestens 3 Schulhäusern, einem Schwimmbecken, einem wunderschönen Garten, und, und, und. Es ist der Wahnsinn. Ich freue mich irgendwie schon auf die Schule. Aber sie beginnt ja erst am nächsten Mittwoch ;) Hier sind noch Sommerferien.

Heute sind wir hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Es ist extrem heiß. 22 Grad fühlen sich hier an wie 26 Grad. Nach zweistündiger Fahrt bergauf erreichen wir das Jonkershoek Nature Reserve. Ein Naturschutzgebiet. Wir fahren ein weiteres Mal durch eine atemberaubende Landschaft mit einem rauschenden Bach, steilen, felsigen und oben abgerundeten Bergen, einem Stau-See, Wäldern und der typisch südafrikanischen Buschlandschaft. Es geht fast 40 Minuten nur bergauf. Dann kehren wir um und freuen uns auf eine 20 Minütige Fahrt bergab mit Rückenwind. Doch man muss aufpassen, vor allem wenn man ohne Helm fährt. Denn die Abfahrt ist extrem steinig und hubbelig. Man muss sich konzentrieren. Sobald man zu schnell wird, erhöht sich die Gefahr zu stürzen. Einer hat es scheinbar geschafft, sehen wir am Eingangstor. Denn dort stehen Blumen und Kerzen. Aber wir haben es überlebt. Nachdem wir wieder am Verleih und Café sind, gönnen wir uns eine Cola und den wahnsinnigen Ausblick. Nach kurzer Pause fahren wir eine knappe halbe Stunde zurück nach Hause. Natürlich bergab. Hier muss man weniger aufpassen und kann es genießen…

xoxo aus Südafrika
Paula