Ihr lieben,
Nach 18 Stunden Flug und Autofahrten sind wir gestern um
12.00 Ortszeit (hier ist es eine Stunde später wegen der Sommerzeit) in
Kapstadt angekommen. Mich und Papas Fahrradkoffer auf die Rückbank des Shuttles gequetscht
gehen wir den letzten Teil der Reise an. Eine halbstündige Autofahrt nach
Stellenbosch. Die Landschaft, die wir auf dem Weg sehen ist Atemberaubend.
Berge, Weinberge, Palmen, Blumen in allen erdenklichen Farben und ein Film
Studio. Auf der linken Seite Fabriken, Firmen, Industrie eben. Doch man sieht
auch negative Seiten. Auf der rechten
Seite folgt ein Slum dem anderen. Endlos. Ein deprimierendes Bild. Ein
schwarzer Mann läuft durch ein Stück Buschland und zieht eine Mülltonne hinter
sich her. An der Straße laufen viele Leute rum. Die Grenzen zwischen Arm und
Reich sind hier sehr nah beieinander.
Doch weiter zu unserer Reise. Nachdem wir im Appartement
angekommen sind, erkunden wir den Ort, suchen meine Schule und so. Als wir die
Rhenish Girls High School, meine Schule erreichen, verschlägt es mir fast die
Sprache. Ein riesiges Gelände, mit diversen Sportplätzen für Tennis, Fußball,
Hockey und Cricket, einem Hostel, mindestens 3 Schulhäusern, einem
Schwimmbecken, einem wunderschönen Garten, und, und, und. Es ist der Wahnsinn.
Ich freue mich irgendwie schon auf die Schule. Aber sie beginnt ja erst am
nächsten Mittwoch ;) Hier sind noch Sommerferien.
Heute sind wir hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs
gewesen. Es ist extrem heiß. 22 Grad fühlen sich hier an wie 26 Grad. Nach
zweistündiger Fahrt bergauf erreichen wir das Jonkershoek Nature Reserve. Ein
Naturschutzgebiet. Wir fahren ein weiteres Mal durch eine atemberaubende
Landschaft mit einem rauschenden Bach, steilen, felsigen und oben abgerundeten
Bergen, einem Stau-See, Wäldern und der typisch südafrikanischen Buschlandschaft.
Es geht fast 40 Minuten nur bergauf. Dann kehren wir um und freuen uns auf eine
20 Minütige Fahrt bergab mit Rückenwind. Doch man muss aufpassen, vor allem
wenn man ohne Helm fährt. Denn die Abfahrt ist extrem steinig und hubbelig. Man
muss sich konzentrieren. Sobald man zu schnell wird, erhöht sich die Gefahr zu
stürzen. Einer hat es scheinbar geschafft, sehen wir am Eingangstor. Denn dort
stehen Blumen und Kerzen. Aber wir haben es überlebt. Nachdem wir wieder am
Verleih und Café sind, gönnen wir uns eine Cola und den wahnsinnigen Ausblick.
Nach kurzer Pause fahren wir eine knappe halbe Stunde zurück nach Hause.
Natürlich bergab. Hier muss man weniger aufpassen und kann es genießen…
xoxo aus Südafrika
Paula
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