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Freitag, 11. Januar 2013

First Steps in New Land


Ihr lieben, 

Nach 18 Stunden Flug und Autofahrten sind wir gestern um 12.00 Ortszeit (hier ist es eine Stunde später wegen der Sommerzeit) in Kapstadt angekommen. Mich und Papas Fahrradkoffer  auf die Rückbank des Shuttles gequetscht gehen wir den letzten Teil der Reise an. Eine halbstündige Autofahrt nach Stellenbosch. Die Landschaft, die wir auf dem Weg sehen ist Atemberaubend. Berge, Weinberge, Palmen, Blumen in allen erdenklichen Farben und ein Film Studio. Auf der linken Seite Fabriken, Firmen, Industrie eben. Doch man sieht auch negative Seiten.  Auf der rechten Seite folgt ein Slum dem anderen. Endlos. Ein deprimierendes Bild. Ein schwarzer Mann läuft durch ein Stück Buschland und zieht eine Mülltonne hinter sich her. An der Straße laufen viele Leute rum. Die Grenzen zwischen Arm und Reich sind hier sehr nah beieinander.

Doch weiter zu unserer Reise. Nachdem wir im Appartement angekommen sind, erkunden wir den Ort, suchen meine Schule und so. Als wir die Rhenish Girls High School, meine Schule erreichen, verschlägt es mir fast die Sprache. Ein riesiges Gelände, mit diversen Sportplätzen für Tennis, Fußball, Hockey und Cricket, einem Hostel, mindestens 3 Schulhäusern, einem Schwimmbecken, einem wunderschönen Garten, und, und, und. Es ist der Wahnsinn. Ich freue mich irgendwie schon auf die Schule. Aber sie beginnt ja erst am nächsten Mittwoch ;) Hier sind noch Sommerferien.

Heute sind wir hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Es ist extrem heiß. 22 Grad fühlen sich hier an wie 26 Grad. Nach zweistündiger Fahrt bergauf erreichen wir das Jonkershoek Nature Reserve. Ein Naturschutzgebiet. Wir fahren ein weiteres Mal durch eine atemberaubende Landschaft mit einem rauschenden Bach, steilen, felsigen und oben abgerundeten Bergen, einem Stau-See, Wäldern und der typisch südafrikanischen Buschlandschaft. Es geht fast 40 Minuten nur bergauf. Dann kehren wir um und freuen uns auf eine 20 Minütige Fahrt bergab mit Rückenwind. Doch man muss aufpassen, vor allem wenn man ohne Helm fährt. Denn die Abfahrt ist extrem steinig und hubbelig. Man muss sich konzentrieren. Sobald man zu schnell wird, erhöht sich die Gefahr zu stürzen. Einer hat es scheinbar geschafft, sehen wir am Eingangstor. Denn dort stehen Blumen und Kerzen. Aber wir haben es überlebt. Nachdem wir wieder am Verleih und Café sind, gönnen wir uns eine Cola und den wahnsinnigen Ausblick. Nach kurzer Pause fahren wir eine knappe halbe Stunde zurück nach Hause. Natürlich bergab. Hier muss man weniger aufpassen und kann es genießen…

xoxo aus Südafrika
Paula










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