CHOIR CAMP
Für uns Chor Girls ist heute Civies (nomale Klamotten) Day, denn gleich nach der Schule geht es los. 120 Mädchen quetschen sich in zwei Busse und dann geht die einstündige Fahrt nach Grabouw (sprich chrabu) los. Dann auch gleich die erste Probe. Da wir 6-stimmig singen müssen wir uns immer aufteilen. Um vier gibt es dann eine Tee und Keks Pause und dann Freizeit bis zum Abendbrot. Ich gehe mit ein paar Leuten in den Pool. Es ist zwar arschkalt, aber es macht Spaß und die Aussicht auf den Sonnenuntergang ist der Hammer.
Nach dem Abendessen gibt es noch eine weitere Probe und um 23 Uhr ist Lights out.
Am nächsten Tag ist gleich mal um 7.30 Aufstehen. Wir gehen zur Küche und helfen dort, das Frühstück bereit zu machen. Meine Mädels und ich setzten uns draußen hin und genießen die Sonne.
Dann um neun auch schon das erste warm-up. Den ganzen Tag über proben wir und Nach dem Mittagessen gehen wir noch ein bisschen "Wandern". Nach dem Mittagessen spielen wir ein paar Ice-Breaker spiele. Eins davon ist Fruchtsalat. Dabei kriegt jeder einen Fruchtnamen. Es gibt Apfel, Mango, Orange und Litchi. Dann wird zum Beispiel gerufen "Apfel" und dann müssen alle Äpfel mit einem anderen Apfel den Platz tauschen. Zwischendurch nehmen die Leute die schon raus sind Stühle weg. Ich bin ein Apfel also mache ich es und will mich hinsetzten. Doch genau im selben Moment zieht jemand den Stuhl weg und ich falle auf mein Hinterteil. Eigentlich nichts besonderes, aber ich mit meinem Glück falle natürlich mal wieder so blöd, das mein Handgelenk sehr weh tut. Zwei Mädchen haben einen Sani-Kurs und kümmern sich gleich um mich. Der Mann der Chorleiterin fährt mich dann ins Krankenhaus. Papa war zum Glück grad mit dem Fahrrad in der Gegend unterwegs. Nach ein paar Röntgenuntersuchungen die Diagnose..gebrochen. Na toll.
Ich will aber trotzdem zurück zum Camp, ich will die Mädchen nicht enttäuschen. Also eine Schlinge, zwei Tabletten und Zähne zusammmenbeißen.
Nach dem Abendessen setzten wir uns alle zusammen, den jede Hütte sollte ein kleines Theaterstück oder so vorbereiten. Es ist echt lustig und lenkt mich von meinem Arm ab. Meine Hütte, wir sind ein sehr schlechter Chor. Dann kommt Ms van Amstel (unsere Chorleiterin, gespielt von mir) und "rettet" den Chor.
Sie ist eine echt coole und inspirierende Lehrerin, die sich aber auch durchsetzen kann.
Am nächsten Tag, Sonntag, proben wir noch einmal und fahren dann wieder nachhause.
NATUR RESERVAT CEDERBERG: WANDERN
Letzter Tag im Naturschutzgebiet. Wir schlafen aus, stehen
aber trotzdem halb acht auf. Wir frühstücken, machen uns fertig und laufen los.Wir sind mit Freunden da.
Wir laufen etwa sechs Stunden durch eine wunderschöne
Graslandschaft mit Steinwüsten und toten Proteas und so. Zwischendurch treffen
wir überall auf kleine Seen. Wir trinken Kaffee, essen Mittag und an einer
Stelle bauen wir einen kleinen Damm um einen Wasserfall umzulenken. Papa badet,
ich gehe mit den Füßen ins Wasser. Überall stehen durch die Erosion
Steinplatten in den wildesten Formen rum. Einmal steht ein Stein nur
balancierend auf einem anderen. Zumindest sieht es so aus. Denn als Karl, der Sohn von unseren Freunden, versucht ihn wegzuschieben, geht es natürlich nicht. Die beiden Söhne sind sowieso etwas verrückt. Sie klettern fast senkrechte Felswände barfuß hoch!!
Es ist wirklich abartig schön. Gegen
halb drei kommen wir wieder zurück. Und wir haben nicht eine andere Person getroffen. Die Stille ist der Hammer.
LETZTE WOCHE
In den letzten Wochen passiert nochmal sehr viel. Ich mache ein THANK YOU Plakat mit Fotos für meine Schule, welches ich den Mädels und allen Leuten während den Ankündigungen vorstelle. Ich besuche noch eine andere Freundin in Kayamandi. Sie wohnt zwar im "reicheren"Viertel des Townships, aber es ist natürlich immer noch recht arm. Die Schule veranstaltet noch einen Xhosa Abend, bei dem man alles über die Xhosa Kultur, deren Essen und die Musik lernt. Dann mein Praktikum und schließlich der letzte Tag, an dem ich nochmal in die Schule gehe.
In der Schule bringe ich die Rusks mit, die ich mit einer Hand gebacken habe und verteile sie in meiner Klasse. Den ganzen Tag über kriege ich ganz viele Umarmungen, von Schülern sowie von Lehrern, die Stimmung
ist ein bisschen traurig. In den Pausen laufe ich rum und mache Fotos,
verabschiede mich von Leuten.
In der letzten Stunde ist zwar Afrikaans, aber da es meine
letzte Stunde ist gehe ich mit. Und dann die große Überraschung: die ganze
Klasse hat ein extrem süßes Abschiedsvideo gemacht, in dem jeder nochmal was
sagt, sie geben mir noch ein Geschenk (eine Karte und ein Stellies Pulli) und
ich muss erst mal heulen. Wir machen ein Gruppenfoto, ich umarme alle nochmal
und dann ist es auch schon da, das Ende meiner Reise.
Ich gehe mit ein paar Mädchen noch zu Wakaberry, einer richtig coolen Frozen Joghurt Bar. Nachdem zwei Mädchen dann, unter langem, tränenreichem Abschied gegangen sind warten wir noch auf eine andere Freundin. Ich verabschiede mich auch von ihr noch und gehe dann mit
meinem ganzen Gedöns nach Hause, wo ich mit Papa fertig packe. Wir warten aufs
Taxi. Dann packen wir den
ganzen Kram ins Taxi. Zum Glück ist es diesmal ein größeres. Nach 40 Minuten
sind wir am Flughafen.
Einchecken, Geld für Mehrwertsteuer kriegen, Übergepäck
bezahlen und los. Dann haben wir noch zwei Stunden Zeit. Wir sitzen in einem
Restaurant rum. Um 22 Uhr geht es los. Wir fliegen mit Edelweiss. Irgendwann
kriegen wir noch ein Abendessen, Ravioli, ich gucke Skyfall und versuche dann
zu schlafen.
Jetzt bin ich wieder zurück. Ich kann diese Reise nicht irgendwie mit drei Wörtern beschreiben, ich kann nur sagen, es war eine unglaublich tolle Erfahrung und ich werde es nie vergessen. Ich vermisse alles aber ich bin auch sehr froh wieder Zuhause zu sein, meine Familie und Freunde wieder in die Arme schließen zu können.
Chor Camp
Natur Reservat
Xhosa Dinner
Last Day :(((((
THANK YOU, RHENISH! Lots of Love
xoxo, paula