Namaste!
Nach 23 Stunden Flug bin ich endlich in Kathmandu, Nepal. Am Flughafen auf dem Gepaeckband findet man mehr Fernseher als Rucksaecke oder Koffer. Ich werde abgeholt und es beginnt meine erste Nahtoderfahrungsfahrt durch die Strassen von Nepal. Es gibt zwar Spuren und Verkehrsregeln, es wirkt nur nicht so. Jeder faehrt scheinbar wie und wo er will, Ampeln gibt es keine. Und trotzdem scheint es zu funktionieren (spaeter lese ich, dass es wahrscheinlicher ist, in Nepal in einem Verkehrsunfall zu sterben als bei irgendetwas anderem). Wenn ich nicht so muede waere wuerde ich wahrscheinlich vor Angst aussteigen und selberlaufen.
Auf dem Weg zum Hotel. Jemand steckt sich beim Motorradfahren sein Handy in den Helm. Kinder laufen auf der Strasse herum und verkaufen Wasser. Nepalis laecheln mir zu. Huehner, Hunde und Kuehe stehen mitten auf der Strasse oder stacksen durch die Gegend. Mir ist heiss und meine Augen tun weh. Es riecht nach Curry und Abgasen. Auf der Strasse herrscht Hochbetrieb. Endlich im Hotel angekommen kann ich endlich duschen und nur noch tot ins Bett fallen.
Als ich am naechsten Tag um 12 aus meinem Bett krieche merke ich dass ich einen neuen Zimmergenossen habe. Kurt, die Spinne.
Bei meinem ersten Trip durch das Viertel Thamel faellt mir auf, der Verkehr laeuft immer so ab. Man muss aufpassen wo man laeuft, um nicht umgefahren zu werden. Ueberall wird man angesprochen. Rikshaws, Guides, Drogen, Taxis, Floeten, Tikas, Hosen kaufen oder was auch immer. Es ist anstrengend aber genau wie an den Verkehr gewoehnt man sich daran und lernt, damit umzugehen. Gerade beim Taxi- oder Rikshaw fahren muss man tierisch aufpassen das man nicht abgezogen wird.
Die Folgen des schweren Erdbeebens vom letzten Jahr sind ueberall zu spueren oder zu sehen. Doch die Nepalis lassen sich nicht unterkriegen. Ueberall laufen Leute mit Tshirts mit dem Aufdruck "We will rise again" und daneben die nepalesische Flagge. Die Nepalis sind unfassbar hoeffliche und freundliche Menschen. Auch wenn sie schlecht Englisch sprechen versuchen sie meist trotzdem irgendwie zu helfen. In jeder Strasse findet man mindestens einen oder mehrere Tempel und es gibt zahlreiche Museen. Allerdings muss man als Europaeischer Tourist oft doch ziemlich blechen.
Und wenn man dann abends im Irish Pub oder Mittags beim Nepali Masala Tez trinken sitzt, lernt man fast immer andere Arbeiter oder Backpacker kennen. Ob man dann essen geht, ein Bier trinkt oder in einen Nepalesischen Nachtclub geht. Das faszinierende an den Bars, Pubs oder Nachtclubs ist, man bekommt ueberall und zu jeder Zeit etwas warmes zu essen wenn man moechte. Allerdings schliessen die meissten Sachen bereits um 12. Auch am Wochenende.
Ein paar Tage treffe ich Siddhartha, meinen Chef fuer das Projekt in dem ich arbeiten werde. Er zeigt mir die Stadt und spaeter laedt er mich auf einen Tee in sein Haus ein. Ich habe ein paar Tage frei in Kathmandu, da in Nepal gerade Ferien sind. Mit ihm bespreche ich die letzten Vorbereitungen. Ein paar Stunden entfernt von Kathmandu befindet sich das Projektgebiet des NCDC (Natural Conservation and Development Center).Was genau fuer eine Arbeit ab Mittwoch auf mich zukommt weiss ich selber noch nicht so genau. Aber ich hab Bock!
Nepalesische Erdbeebenstuetzkonstruktion
Taxifahren in Kathmandu
Einer der zahlreichen, vom Erdbeeben 2015 zerstoerten Tempel
Festival Time





























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