es ist schon ein paar Tage her das ich wieder zurück bin und ich befinde mich auch schon wieder im naechsten Land, aber ich war in der Schweiz. Lange. Und habe viel gemacht. Hier kommen ein paar (viel zu verspätete) Eindrücke.
Ich verspreche hoch und heilig diesen Blog ausführlicher zu schreiben wenn die Reise weitergeht!
30.06.2016: Das Abenteuer beginnt.
Nach einer großen Abschiedsfeier und einem tränenreichen Abschied am nächsten Morgen setzte ich mich um 6.18 in den Zug in Spandau und fahre los. 11 Stunden, ein Dutzend Taschentücher und ein halbes Buch später komme ich in Savognin, einem kleinen Ort im Kanton Graubünden an und werde von einer Kollegin, Evi, abgeholt. Sie bringt mich in den nächsten Ort, Sur und von dort fahren wir noch 10 Minuten auf die Alp Flix hoch.
Dort befindet sich auf ca. 1900 Metern das Cotti Agritourismo. Seniorchef und Papa, Alfons Cotti hat den ganzen Betrieb und die Landwirtschaft zusammen mit Claudia Cotti aufgebaut. Zwei seiner Söhne, die Zwillinge Manuel und Linard haben vor Zwei Jahren den Betrieb übernommen und kümmern sich jetzt um das Heuen, die Schafe und eigentlich alles. Claudia macht Käse und Alfons übernimmt die Pferdepflege. (Das ist alles nur sehr grob beschrieben).
Neben dem Restaurant und den vielen Tieren gibt es noch die Hauptattraktion des Agritourismo, das Jurtenhotel. Hinter dem Restaurant mit Bergaussicht stehen 5 mongolische Jurten, ausgestattet mit einem Doppelbett, einem Holzofen und vielen Teelichten.
Außer mir arbeiten noch vier weitere Leute dort. Evi, Wolfgang, Nina und Kathi. Sie kommen alle aus Bayern.
In den naechsten 2,5 Monaten habe ich gearbeitet. In der Kueche, im Service, bei den Ponys, bei der Waesche, den Klos und in den Jurten. Wenn es dann dochmal Freizeit gab dann haben wir Fussball oder Filme auf einer grossen Leinwand im ehemaligen Futterstall geguckt, ich bin spazieren gegangen, in die Bergseen gehuepft, habe mir die Gegend angeschaut, habe ausgebuechste Ponys und Schafe wieder eingefangen, gefuehlt 1000 Kuchen gebacken und war Reiten. Ich habe in Jurten geschlafen, hab mit den Kollegen, Freunden und Besuchern am Lagerfeuer gesessen, Schnaps getrunken und Gitarre gespielt.
Ich war bei strahlendem Sonnenschein beim Heuen dabei und habe meine Kopfbedeckung vergessen, habe im Juli Schnee genossen, einen Indianer aus Arizona in den Schweizer Bergen Gitarre spielen sehen, viele tolle neue Leute kennengelernt, bin auf Berge gerannt, hab meinen Geburtstag gefeiert, den Nationalfeiertag der Schweiz am 1. August und die Lagerfeuer dazu miterlebt, bin an Gletschern und durch Schluchten gelaufen, habe Junggesellenabschiede miterlebt, bin zum ersten Mal alleine Autogefahren, war bei der Jagd dabei, spontan auf einem Bruce Springsteen Konzert und auf einem Country Fest in einem 250 Einwohner Dorf.
Ich habe gelacht, geweint, mich geaergert und bin verzweifelt. Ich hatte eine gute Zeit. Danke dafuer.
































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